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Nach wie vor gilt die Brust als das Symbol der Weiblichkeit. So ist es nur allzu verständlich, dass viele Frauen sich psychisch und körperlich unwohl fühlen, wenn ihre Brust zu groß (Makromastie), asymmetrisch oder gar stark hängend ist. Diese Veränderungen können sowohl nach Schwangerschaften als auch im Zuge einer hormonellen Veränderung im Körper auftreten.

Wenn eine weibliche Brust zu groß ist, passiert es häufig, dass Betroffene eine starke Belastung in der Wirbelsäule wahrnehmen. Auch Irritationen der Haut oder sogar schmerzhafte Druckstellen beim Tragen von BHs können auftreten. Ist eine Brust sehr groß, ist es daher aus medizinischen Gründen erforderlich, sie zu verkleinern.

Wie läuft eine Brustverkleinerung ab?

Brustverkleinerungen lassen sich – je nach individuellem Fall – entweder während eines kurzen Aufenthalts in einer Tagesklinik oder auch stationär durchführen. Die Operation erfolgt bei Vollnarkose. Bevor die Operation allerdings beginnt, spricht die Patientin mit den behandelnden Fachärzten ihre Vorstellungen und Wünsche durch. Welche Operationsmethode die Richtige ist, entscheidet der behandelnde Arzt individuell: Einerseits spielt die Anatomie der Brust eine wichtige Rolle, andererseits muss auch das Reduktionsgewicht berücksichtigt werden. Wenn eine Straffung der Brust vorgenommen werden soll, kommen verschiedene operative Methoden in Betracht. Bei allen ist es das Ziel, die Brustwarze leicht nach oben anzuheben, um der Brust eine schöne, straffe Form zu verleihen. Überschüssige Haut, die im Zuge der Brustverkleinerung entsteht, wird dann in der Regel im unteren Bereich der Brust entfernt. Nach der Operation verschließt der Chirurg die Öffnung mit einer feinen Naht.

Wann übernimmt die Krankenkasse die Kosten für eine Brustverkleinerung?

Die Kosten für eine Brustverkleinerung sind nicht gering, denn es handelt sich um einen umfassenden und mit großem Aufwand verbundenen, operativen Eingriff. Dessen Dauer umfasst je nach Umfang zwischen zwei und fünf Stunden, danach folgt häufig ein kurzer, stationärer Aufenthalt der Patientin.

Unter Makromastie leidende Patientinnen können eine Kostenübernahme bei Ihrer Krankenkasse beantragen. Bis vor einigen Jahren war es in den meisten Fällen problemlos möglich, über die Krankenkasse eine solche zu erhalten. Heutzutage ist es allerdings deutlich schwerer, eine Kostenübernahme bei der Krankenkasse zu bewirken, wenn ein medizinischer Eingriff nicht dringend nötig ist. Hierzu gehören Brustverkleinerungen bei besonders großen Brüsten oder eine Erkrankung bzw. Fehlbildung der Brust, z. B. wenn ein starkes Missverhältnis zwischen der eigenen Statur und der Größe der Brust vorhanden ist. Kommen Rückenschmerzen oder psychische Probleme dazu, ist die Kostenübernahme durch die Krankenkasse in aller Regel selbstverständlich.

Auch bei besonders asymmetrischen Brüsten, können die Kosten im Einzelfall von den Krankenkassen übernommen werden. Hilfreich ist hierbei ein vorher erfolgtes psychologisches Gutachten, aus dem hervorgeht, dass die Patientin unter der Asymmetrie der Brüste leidet, diese also eine seelische Belastung darstellt, die auf lange Sicht nicht getragen werden kann.

Grundsätzlich gilt: Eine Krankenkasse trägt die Kosten für Missbildungen und Erkrankungen der Brust – handelt es sich jedoch um einen rein kosmetischen Eingriff, müssen die Kosten selbst übernommen werden. Als Fehlbildung gilt zum Beispiel die Diagnose Makromastie – eine extreme Form ist die Gigantomastie, bei der die Patientin besonders große oder deformierte Brüste hat, unter der sie leidet. Wann von einer Makromastie die Rede ist, hängt vom jeweiligen Gutachter ab, welcher vom Medizinischen Dienst der Krankenkasse für eine Untersuchung bestellt wird.