Leipzig: 0341 9627777Dresden: 0351 8212777KONTAKT Leipzig: 0341 9627777 Dresden: 0351 8212777Kontakt

Die Brustvergrößerung gehört zu den beliebtesten Schönheitsoperationen, die in Deutschland durchgeführt werden. Genauso ist es auch bei Lanuwa Aesthetik, die Brust-OPs gehören zu den häufigsten Operationen, die unsere Patientinnen wünschen. Kapselfibrose ist eine mögliche Komplikation nach einer Brustvergrößerung, die in 2-8 % aller Fälle auftritt. Doch die meisten Patientinnen oder Frauen, welche sich für eine Brustoperation interessieren, wissen nicht, was eine Kapselfibrose in der Brust ist, wie sie entsteht, welche Stadien es gibt und was man tun kann, um das Risiko der Schmerzen nach einer Brustvergrößerung zu mindern. Wir klären auf und beschreiben zugleich, warum die Rate an Kapselfibrosefällen bei uns in der Lanuwa Aesthetik so auffallend niedrig ist.

Was ist eine Kapselfibrose?

Die Platzierung von Brustimplantaten im Zuge einer Brustvergrößerung verursacht fast immer die Bildung einer kollagenreichen Kapsel um das Implantat herum. Dieser Prozess ist eine völlig normale und physiologische Reaktion des Körpers auf den Fremdkörper. Die Kapsel ist in diesem Fall zart, dehnbar und weniger als einen Millimeter dick. Unter bestimmten Umständen kommt es vor, dass sich diese Kapsel auf einige Millimeter verdickt, stark zusammen zieht und verhärtet. Dieser Umstand wird Kapselfibrose genannt. Dadurch wird die Brust hart, verformt sich und kann im fortgeschrittenen Stadium Schmerzen bereiten.

Wie häufig ist diese Art der Komplikation nach einer Brustvergrößerung mit Implantaten und welche Stadien gibt es?

Die Kapselfibrose ist die am meisten ernstzunehmende Komplikation nach einer Brustoperation. Die Häufigkeit beträgt 15% nach 6 Jahren und 25% nach 10 Jahren. Andere Beobachtungsstudien geben teilweise höhere Raten an.

In Abhängigkeit von der Ausprägung der Kapsel wird die Kapselfibrose in 4 Stadien nach Baker eingeteilt.

Stadium 1 beschreibt eine weiche Kapsel die da Implantat umgibt. Es sind keine tastbaren Veränderungen feststellbar und nur im Ultraschall ist eventuell eine leichte Verdickung zu erkennen. Im Stadium 2 nach Baker ist das Bindegewebe leicht verhärtet und es treten leichte Spannungsgefühle auf.

Das Stadium 3 zeichnet sich durch eine mäßige Verhärtung des Bindegewebes aus, zudem ist bereits eine leichte Verformung der Implantate feststellbar.

Beim vierten Stadium nach Baker ist das Brustimplantat geschrumpft, es sind offensichtliche Verformungen der Brust zu beobachten und die Brust schmerzt.

Wodurch entsteht eine Kapselfibrose nach einer Brustvergrößerung?

Die Entstehung einer solchen Kapselfibrose ist multifaktoriell, jedoch sind wir davon überzeugt, dass eine Kontamination des Gewebes mit Bakterien, des Typs Staphylococcus epidermidis, die häufigste Ursache ist. Nach unserer langjährigen Erfahrung lassen sich verschiedene Faktoren, welche zur Entstehung einer Kapselfibrose beitragen, unterteilen:

Chirurgische Faktoren

Dazu gehören ein hohes Trauma des Gewebes beim Präparieren der Tasche für das Brustimplantat, eine zu enge Tasche für ein zu großes Implantat, Blutungen während der OP, bakterielle Infektionen der Tasche oder des Implantates unter Bildung eines sogenannten Biofilms, der Zugang über den Brustwarzen Vorhof und die Lage des Implantates auf dem Muskel. Durch Letzteres besteht ein um 2% erhöhtes Risiko einer Kapselfibrose. Jedoch rechtfertigt dieses sehr geringe Risiko nicht die erheblichen Nachteile, die eine Lage unter dem Muskel mit sich bringt.

Eigenschaften des Implantats

Eine höhere Rate von Fällen der Kapselfibrose lässt sich bei glattwandigen, defekten oder sehr kleinen Implantaten beobachten.

Postoperative Faktoren

Auch Entzündungen oder Infektionen nach der Brust-OP, Nachblutungen unter Hämatombildung oder Bestrahlungen können zur Entstehung einer Kapselfibrose beitragen.

Welche Maßnahmen tragen zur Verringerung des Risikos einer Kapselfibrose bei?

Um eine Kapselfibrose möglichst zu vermeiden führen wir in der Lanuwa Aesthetik folgende Maßnahmen durch:

Wir spülen die Tasche vor der Implantation mit Jod aus, diese desinfizierende Lösung beseitigt einen Großteil der Bakterien. Des Weiteren bedecken wir die Brustwarzen mit Folie, um einen Austritt von kontaminierenden Sekreten aus den Milchkanälen zu vermeiden. Seit neuestem verwenden wir die „No Touch“ Methode mithilfe von Keller Funnel (lesen Sie hier mehr zu der innovativen Technik). Außerdem setzen wir nur texturierte Implantate von höchster Qualität der Firma Polytech ein. Studien zeigten, dass die Rate der Kapselfibrosefälle unter Verwendung von texturierten Brustimplantaten erheblich geringer ist, als unter Verwendung von glatten Implantaten.

Beim Operieren selbst gehen wir sehr schonend und unter strenger Blutstillung mit dem Brustgewebe um und vermeiden jede unnötige Verletzung des Gewebes. Nach der Präparation der Tasche ist das Wundbett komplett trocken, das bedeutet dass es keinerlei Blutungen gibt und wir somit auf das Einlegen einer Drainage verzichten können. Die Drainage ist eine mögliche Eintrittsstelle für bakterielle Infektionen, welche wir somit vermeiden.

Wenn Sie weitere Fragen zum Thema der Kapselfibrose haben, vereinbaren Sie einen Termin bei Dr. Nuwayhid oder lesen Sie mehr zum Thema Brustvergrößerung hier.