Po-Modellierung

Ähnlich wie die Brust ist auch der Po kulturübergreifend Sinnbild für Weiblichkeit und Sexualität. Größe, Form, Struktur ist für das Wohlbefinden von großer Bedeutung.

Was gibt dem Po seine Form?

Der weibliche Po wird durch unterschiedliche Faktoren geprägt:

Knochen

Beckenform und Knochenstärke habe großen Einfluss auf die Po-Form. Besonders deutlich erkennt man das bei Frauen mit sehr schmalem oder überdurchschnittlich breitem Becken.

Muskeln

Trainierte Po-Muskeln ergeben eine abgerundete, kompakte Erscheinung. Schlaffe Muskeln lassen auch das Gesamtbild des Pos schlaff erscheinen. Trotzdem hat der Trainingsgrad nicht alleinigen Einfluss – auch der Muskelansatz und Abgang vom knöchernen Becken sind maßgeblich für die Form verantwortlich.

Fettgewebe

Lage und Menge von Fettdepots bestimmen die Po-Form maßgeblich. So führen zum Beispiel Fettdepots besonders im seitlichen Bereich dazu, dass der Po voluminös und breit erscheint. Man spricht hier von den klassischen „Reiterhosen“.

Hautbeschaffenheit

Nach Gewichtsschwankungen kann die Haut erschlaffen, was in der Folge wiederum zu einer Senkung des Gesäßes führt.

Ethnische Zugehörigkeit

Neben der Nase weist vor allem der Po viele ethnisch-spezifische Ausprägungen auf. Man unterscheidet asiatisch, kaukasisch, lateinamerikanisch. In Europa, Nahost und Nordamerika kommt vor allem der kaukasische Po vor und bezeichnet folgende Merkmale: Der Abgang des Pos am Steißbein befindet sich auf mittlerer Höhe und seine äußere Form ist eher flach als steil. Fetteinlagerungen im Bereich der Reiterhosen sind eher schwach ausgeprägt und auch die seitliche Fülle ist eher gering, wodurch ein sportlicher Look entsteht. Ein lateinamerikanischer Po hingegen ist wesentlich voller, hat einen relativ hohen Ansatz und einen steileren Abgang.

Unterscheidung der Po-Formen:

Praktischerweise unterscheidet man in vier Po-Formen:

Quadratisch

Rund

A-Form

V-Form

Po-Modellierung – die Methoden und Möglichkeiten.

Eine Po-Modellierung setzt eine genaue Analyse des Pos voraus. Dazu wird der Po in Frontalansicht in vier Quadranten pro Seite eingeteilt. (siehe Grafik)

Ein idealer Po weist dabei in allen Quadranten eine gleichmäßige Fülle auf. Ergänzt wird die Einteilung in Quadranten in eine seitliche Einteilung in drei Zonen. (siehe Grafik) Im besten Fall liegt die höchste Projektion (Höhe) in der mittleren Zone.

Auf Basis dieser Analyse erfolgt ein Abgleich der Form, Fülle und Projektion mit Ihren individuellen Wünschen und die Wahl der entsprechenden Korrekturmaßnahme.

Liposuktion

Am häufigsten kommt die Liposuktion (Fettabsaugung) zur Anwendung. Je nach Ergebnis der vorausgegangenen Analyse werden die Quadranten einander angepasst und in ein harmonisches Verhältnis gebracht. Allerdings ist immer das Gesamtbild entscheidend, so dass unter Umständen auch die umliegenden Strukturen – bspw. Innenseiten der Oberschenkel, Reiterhosen etc. – mit angeglichen werden müssen.

Hyaluronsäure

Um fehlendes Volumen zu ersetzen und den Po zu modellieren bietet sich Alternativ zum Beispiel das innovative Verfahren der Hyaluronsäure an. Vorteil ist die die schnelle und komplikationsarme Durchführbarkeit und auch Patienten mit wenig Eigenfett können so an den gewünschten Stellen das Volumen aufbauen. Allerdings wird Hyaluronsäure als natürlicher Bestandteil des Körpers nach einer gewissen Zeit abgebaut, so dass eine Wiederholung der Behandlung nach ungefähr einem Jahr notwendig wird.

Resuktion

Vor allem nach Gewichtsschwankungen bzw. einer Bindegewebsschwäche kann die Haut hauptsächlich in den unteren Quadranten absinken. Hier wird ein gutes optisches Ergebnis erreicht, wenn überschüssige Haut und Fettgewebe entfernt wird. Die Methode kann auch mit anderen Verfahren kombiniert werden.

Lipotransfer

Mit dieser Methode lassen sich Bereiche des Pos mit Eigenfett unterspritzen, was vorher aus anderen Körperregionen abgesaugt wurde.

Implantate

Verfügt die Patientin/der Patient über zu wenig eigenes Fett, kann auf Implantate zur Po-Modellierung zurückgegriffen werden. Allerdings weist diese Operation eine relativ hohe Komplikationsrate auf, so dass von dieser Methode eher abgesehen wird.

Allgemeines zur Operation

Eine Operation zur Po Modellierung findet immer unter Allgemeinanästhesie (Vollnarkose) statt. Insofern müssen Sie sich in jedem Fall bei unserem Anästhesisten vorstellen.

Vorbereitung

  • 14 Tage vor der Operation sollten Sie keine acetylsalecylsäurehaltigen Medikamente (bspw. Acesal, Aspirin, Togal…) und kein Vitamin E mehr einnehmen, da das die Blutgerinnung hemmen kann. Als Schmerzmittel empfehlen wir Ibuprofen.
  • Intensive Sonne oder den Gang in das Solarium sollten Sie eine Woche vor Operation meiden.
  • 14 Tage vor und auch nach der Operation sollten Sie nicht rauchen.
  • Tragen Sie bitte keinen Nagellack, da die Fingernägel wichtige Indikatoren zur Erkennung der Durchblutung sind.
  • Waschen Sie sich am Abend vor der Operation am besten nochmal die Haare, da Sie in den Tagen unmittelbar nach der OP nicht duschen und baden können.
  • Lassen Sie Schmuck und Wertgegenstände zu Hause.

Am Tag der Operation

  • Mindestens sechs Stunden vor der Operation nichts essen oder trinken.
  • Verzichten Sie am Tag der Operation auf Bodylotions oder Cremes.
  • Tragen Sie komfortable Kleidung, die Sie nicht einengt.
  • In den ersten 12 Stunden ist die Gefahr der Nachblutung gegeben. Deshalb sind ein bis zwei Übernachtungen in unserer Klinik erforderlich.
  • Hinterlassen Sie am Empfang Namen und Telefonnummer der Kontaktperson, die Sie im Anschluss abholt.

Nach der Operation

  • Schonen Sie sich!
  • Bei einer Straffung des Pos sollten Sie möglichst eine Woche nicht sitzen und sich nicht bücken, um das Ergebnis nicht zu gefährden.