Eine Nachkorrektur einer Nasenoperation ist möglich, sollte jedoch erst ein Jahr später, nachdem die erste Operation durchgeführt wurde, erfolgen. Würde eine Nachkorrektur nach wenigen Monaten durchgeführt werden, könnten die noch bestehenden Schwellungen für eine Verschleierung der Operationsergebnisse sorgen. Auch wenn die Schwellungen nach drei Wochen abgeklungen sind, kann es auch mehrere Monate dauern, bis die Nase ihre richtige Form hat. Das ist mitunter auch der Grund, warum viele Patienten zunächst unzufrieden sind – die Schwellungen, die ungleichmäßig auftreten können, verzerren das Gesamtbild, sodass die Nase unharmonisch oder schief erscheinen kann.

Die Wundheilung und Narbenbildung benötigen Zeit, sodass der Patient warten sollte, bevor er sich für eine neuerliche Korrektur entscheidet. Auch die Fachärzte der Lanuwa Kliniken in Dresden und Leipzig führen die Nachkorrekturen erst nach einem Jahr durch. Der Patient braucht somit Geduld – auch dann, wenn er mit dem ersten Eingriff unzufrieden ist und sich eine zweite Operation wünscht.

Warum entscheiden sich die Patienten für eine Nachkorrektur?

Besteht die Notwendigkeit einer Nachkorrektur, heißt das nicht, dass der erste Eingriff schlecht ausgeführt wurde. „Schiefnasen“ sind das größte Problem: 30 Prozent aller Operierten müssen sich neuerlich auf den OP-Tisch legen, weil sich eine neuerliche Schiefstellung entwickelt hat. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass die Patienten schon im Vorfeld aufgeklärt werden, dass ein zweiter Eingriff möglicherweise notwendig sein kann. Wurde hingegen der Nasenhöcker abgetragen, kann das überschießende Narbengewebe für eine veränderte Kontur des Nasenrückens sorgen. Auch Entzündungen sind mitunter ein Problem, da es zu einer Veränderung im knorpeligen Nasenbereich kommen kann.

Nachbehandlungen können ebenfalls notwendig werden, wenn der Patient Tipps und Hinweise ignoriert, die im Zuge der Nachbehandlung wichtig sind. Dadurch können Veränderungen entstehen, die in weiterer Folge eine Nachkorrektur notwendig machen.

Selbstverständlich kann es auch vorkommen, dass der Patient eine andere Erwartung hatte und mit dem Ergebnis unzufrieden ist. Dieses Problem kann meist jedoch schon im Vorfeld gelöst werden. Im Zuge des Beratungsgespräches ist es daher wichtig, dass der Patient seine Vorstellungen genau definiert, sodass der Mediziner einschätzen kann, ob die Wünsche des Patienten erfüllen werden können.

Sind Nachkorrekturen erfolgversprechend?

Sollten Erstoperationen nachkorrigiert werden, kann das entweder eine größere Operation sein, einen entsprechenden Aufwand und Heilungsprozess erfordert, andererseits gibt es auch kleinere Eingriffe, die unter einer örtlichen Betäubung durchgeführt werden können. Da die Anatomie der Nase bereits verändert wurde, sollte sich der Patient darüber bewusst sein, dass seine Vorstellungen auch bei der Nachkorrektur womöglich nicht zu 100 Prozent erfüllt werden können. Das Narbengewebe kann eine Vorhersage schwierig machen.

Was müssen die Patienten beachten?

Vor der Nachkorrektur ist es wichtig, dass der Patient keine blutverdünnenden Medikamente einnimmt. Die Nachkorrektur wird – zumindest in fast allen Fällen – unter Vollnarkose durchgeführt. Der Eingriff dauert zwei bis drei Stunden, kann aber – vor allem bei kleineren Eingriffen – bereits nach 60 Minuten vorbei sein. Da bereits Narbengewebe vorhanden ist, muss der Eingriff besonders vorsichtig, von außen, durchgeführt werden. Dabei muss der Facharzt sicher gehen, dass ein Zugang über die Nasenlöcher möglich ist.

Der Verband wird nach einer Woche entfernt. Die Fäden, die im Inneren der Nase sind, lösen sich von alleine auf. Die „neue Nase“ sollte geschont werden. Der Patient sollte daher keine Brille tragen (Kontaktlinsen verwenden), keinen Sport treiben und auf heiße Duschen und Sonnenbäder für sechs bis acht Wochen verzichten.

In jedem Fall sollte der Patient Geduld mitbringen. Nachkorrekturen können nicht immer vermieden werden. Wichtig ist, dass der Patient geduldig ist, sich Ruhe gönnt und abwartet, bis er den Entschluss fasst, sich neuerlich auf den OP-Tisch zu legen.