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Piercings erfreuen sich nach wie vor hoher Beliebtheit. Besonders Intimpiercings finden großen Anklang – sowohl bei Männern als auch bei Frauen. Sexy, modern und geheimnisvoll wirken die intimsten Stellen eines Körpers, wenn sie mit einem schönen Schmuckstück verziert sind und somit einen besonderen Reiz verbreiten.

Gesetzliche Bestimmungen (Mindestalter)

In Deutschland darf grundsätzlich jeder gepierct werden, der es gerne möchte. Der Vorgang des Piercens ist rechtlich gesehen dennoch eine strafbare Körperverletzung, weshalb der Kunde vor dem Piercen immer eine schriftliche Einwilligungserklärung unterschreiben muss. Dabei wird auch über den Vorgang an sich und mögliche Risiken aufgeklärt. Ab 18 Jahren, wenn jeder volljährig ist, darf sich jeder piercen lassen, wie und wo er möchte. Minderjährige zwischen 16 und 18 Jahren dürfen allerdings nur mit einer Einverständniserklärung der Eltern zu einem Studio gehen und sich ein Intimpiercing stechen lassen. Da aber Unterschriften oftmals sogar gefälscht werden, verlangen viele Piercer, dass während dem Vorgang mindestens ein Elternteil anwesend ist, sodass alles rechtmäßig abläuft.

Mögliche Risiken beim Stechen

Eine Vielzahl an Menschen findet Schmuck an den Genitalien äußerst sexy und reizvoll. Doch das Stechen von Intimpiercings birgt auch jede Menge Risiken und mögliche Gefahren. Wer sich ein Piercing stechen lässt, geht prinzipiell verschiedene Risiken ein. Auch Intimpiercings bilden dabei selbstverständlich keine Ausnahme. Zunächst sollte der Piercer beziehungsweise das Piercingstudio mit größter Sorgfalt ausgewählt werden. Der Piercer sollte ausreichend Erfahrung mit diesem speziellen Vorgang haben und allem voran großen Wert auf die Hygiene legen. Denn wenn Keime oder andere Unreinheiten in die Wunde gelangen, die beim Stechen entsteht, kann dies zu einer Infektion führen und verschiedene Entzündungsreaktionen an der gepiercten Körperstelle nach sich ziehen. Gerade bei Intimpiercings ist der Heilungsprozess, je nach gestochenem Piercing, sehr langwierig. Durch Geschlechtsverkehr und fehlende Hygiene kann es sehr schnell zu einer Infektion kommen. Nicht nur durch das persönlichen Eigenverschulden, sondern auch durch andere Personen, wie dem Partner oder dem Piercer selbst. Ein weiteres, äußerst kritisches Risiko bei einem Intimpiercing ist die Gefahr der Verletzung von Muskelgewebe oder Nerven. Dadurch kann es zu Lähmungen oder einem Verlust von Sinneswahrnehmungen kommen.

Eventuelle Langzeitfolgen eingehen

Ein Intimpiercing kann oftmals Langzeitfolgen verursachen. Solche Komplikationen sind anders als bei einem Nasen- oder Bauchnabelpiercing, da sie an deutlich kritischeren Stellen auftreten. Ein Klitorisvorhaut- oder Klitorispiercing verursacht demnach häufiger Infektionen als beispielsweise ein Lippenpiercing. Die gepiercte Klitoris oder Klitorisvorhaut kann anschwellen, bluten und sich sogar entzünden. Eine solche Infektion der Wunde kann auf die Vagina und weitere innere Geschlechtsorgane wie die Eileiter übergehen, was im schlimmsten Fall zur Unfruchtbarkeit führen kann. Sollte das Piercing beginnen zu eitern, können sich Keime lösen, die über die Schleimhaut der Vagina in die Blutbahn geraten und so zu einer Sepsis führen können. Diese Keime können sich auch an den Herzklappen festsetzen und eine bakterielle Entzündung auslösen. Ein Intimpiercing am Penis kann größere Blutgefäße oder Nerven verletzen und somit schwere Komplikationen nach sich ziehen.

Unterschiede bei Mann und Frau

Im Genitalbereich sind bei Männern und Frauen ganz verschiedene Varianten von Piercings möglich. Die meisten unterscheiden sich selbstverständlich aufgrund der Anatomie zwischen Mann und Frau. Trotzdem liegen sie momentan sehr im Trend, weshalb die Nachfrage stetig steigt. Die größte Verbreitung herrscht allerdings bei jungen Frauen, da sie somit ihre Persönlichkeit unterstreichen und sich gerne auch in gewagteren Körperregionen schön fühlen möchten.