Gegen kleine Lachfältchen hat kaum jemand etwas einzuwenden. Zeigen sich allerdings Sorgenfalten auf der Stirn und graben sich tiefe Furchen zwischen Mund und Nase ein, denken viele darüber nach, sie wegspritzen zu lassen. Doch wie groß ist die Gefahr, dass dabei etwas schiefgeht?

Die wichtigste Information vorweg

Heute setzen Dermatologen und plastisch-ästhetische Chirurgen in Deutschland, zum Beispiel in den Lanuwa Ästhetik Schönheitskliniken in Leipzig und Dresden, kein flüssiges Silikon mehr ein, sondern nur noch Substanzen, die unser Organismus selber produziert – wie Hyaluronsäure. Wird dieser körpereigene Stoff von erfahrenen Ärzten unter die Falten gespritzt, sind allergische Reaktionen nahezu ausgeschlossen.

Die Hyaluronsäure besteht aus Zuckermolekülen und ist zwar ein synthetisches Produkt, allerdings in ihrer chemischen Zusammensetzung vollkommen identisch mit unserer körpereigenen Hyaluronsäure, die in fast jeder Zelle steckt. Bevor Hyaluronsäure als Faltenkiller Furore machte, wurde sie bereits in der Medizin erfolgreich bei der Behandlung von Narben, gegen Arthrose und zur Pflege von trockenen Augen verordnet.

Wird Hyaluronsäure in die Haut gespritzt, bindet sie Gewebewasser, hauteigene Feuchtigkeit, und speichert es. Die Wirkung zeigt sich sofort: Falten und Fältchen sind aufgepolstert, die Haut sieht glatter und fester aus. Wer regelmäßig eine Hyaluronsäurebehandlung durchführen lässt, sorgt dafür, dass die Bindegewebszellen (Fibroblasten) in der Haut dazu anregt werden, neues Kollagen zu bilden.

Nie ohne örtliche Betäubung

Vor dem Einspritzen wird die Haut mit einer Creme betäubt, sodass die Einstiche anschließend kaum wehtun. Eine andere Möglichkeit: Der Arzt mischt die Säure direkt mit einem Betäubungsmittel. Nebenwirkungen sind selten. Allerdings kann es zu Rötungen, Schwellungen oder winzigen Blutergüssen an den Einstichstellen kommen, die aber nach ein paar Tagen abgeklungen sind.

Da Hyaluronsäure ein natürlicher, körpereigener Wirkstoff ist, wird er im Körper ganz langsam, über Monate hinweg abgebaut. Um die Wirkung möglichst lange zu halten, ist es der medizinischen Forschung mittlerweile gelungen, die einzelnen Moleküle noch besser miteinander zu vernetzen. Je besser die Vernetzung ist, desto langsamer geht der Abbauprozess vonstatten. Dadurch kann eine Hyaluronsäureinjektion ohne weiteres bis zu einem Jahr ihre Wirkung behalten.

Eine spezielle Form der Faltenbehandlung mit Hyaluronsäure ist das Liquidlifting. Dabei werden keine einzelnen Falten geglättet, sondern Wangen und Schläfen großflächiger aufgepolstert. Selbst bei knochig gewordenen Handrücken kann ein Liquidlifting gute Dienste leisten. Wenn es allerdings darum geht, noch größere Hautpartien wie Dekolletés zu straffen, sind andere Methoden wie eine Lasertherapie oder Peelings besser geeignet.