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Die Geschichte der Kryolipolyse reicht bereits bis in die Siebziger Jahre zurück. In dieser Zeit trat in den USA ein merkwürdiges Phänomen auf, welches als „Popsicle Panniculitis“ bezeichnet wurde. Es beruhte darauf, dass Kinder, welche die Gewohnheit hatten, Sorbeteis am Stiel im Mund auftauen zu lassen, nach einigen Wochen oder Monaten dünnere Wangen hatten. Vorher litten diese Kinder regelmäßig an einer chronischen Entzündung der Wangen. Der Begriff „Popsicle Panniculitis“ leitete sich aus den Wörtern „Popsicle“ für „Eis am Stiel“ und „Panniculitis“ für „Wangenentzündung“ ab.

Bei näherer Untersuchung dieses Phänomens wurde festgestellt, dass Teile des Fettgewebes abgestorben waren und die Wangen dadurch weniger voluminös wurden. Das Fettgewebe konnte nur durch den Einfluss der Kälte zugrunde gegangen sein. Sofort reiften Ideen zur Anwendung von Kälte für die Beseitigung unschöner Fettfalten. Schnell wurde jedoch klar, dass der Fettzellenabbau durch Kälte für eine umfassende Fettreduzierung nicht geeignet ist. Allerdings wurde in den Untersuchungen durchaus das Potenzial dieser Vorgänge erkannt, Körperproportionen durch lokale Fettzellenreduzierung anzugleichen und somit eine Ergänzung zur klassischen Fettabsaugung zu schaffen.

Was passiert bei der Kryolipolyse im Fettgewebe?

Der Begriff Kryolipolyse setzt sich aus den beiden Silben „Kryo“ für Kälte und „Lipolyse“ für Fettabbau zusammen. Aber wie kann bei der Einwirkung von Kälte gezielt nur das Fettgewebe absterben? Es ist bekannt, dass bei Kälteeinfluss ganze Gewebebereiche durch Erfrierung absterben können. Das ist in der Regel auf die Umwandlung des Wassers in den Zellen zu Wassereis zurückzuführen. Dabei kommen allerdings auch alle biologischen Reaktionen zum Erliegen und die Zelle stirbt ab. Wenn jedoch ein bestimmter Temperaturbereich eingehalten wird, bleibt zwar das Wasser flüssig, aber in den Fettzellen härtet das Fett aus. Das ist das Signal für die Apoptose (Zellselbstmord) der Zellen. Davon sind dann aber natürlicherweise nur die Fettzellen betroffen.

Des Weiteren wurde erkannt, dass der selektive Abbau der Fettzellen besonders gut in einem Temperaturbereich zwischen plus sechs und plus acht Grad innerhalb der Zellen funktioniert. Dazu muss von außen jedoch eine Temperatur von minus acht bis minus zehn Grad einwirken. Die abgestorbenen Fettzellen werden in den nächsten Wochen vom Körper abgebaut, währenddessen sich das Volumen des Fettgewebes verringert.

Von der Entdeckung der Kryolipolyse bis zu ihrer Anwendung

Von der Entdeckung bis zur Anwendung der Kryolipolyse war es ein weiter Weg. Wie bereits erwähnt, gab es beim Auftauen des Eises im Mund der Kinder im Rahmen des „Popsicle Panniculitis“ eine lange Einwirkzeit auf ihre Wangen mit nachfolgender Volumenverkleinerung des Wangenfettgewebes. Allerdings scheiterten Versuche mit bloßem Auflegen von Kühlaggregaten auf die zu behandelten Körperregionen, weil es dadurch zu Erfrierungen mit Hautschäden kam.

Nun mussten Verfahren entwickelt werden, die eine gleichmäßige Temperatur in einem Temperaturbereich zwischen plus sechs und plus acht Grad innerhalb der Zellen gewährleistet. Im Jahre 2006 war es dann so weit. In jenem Jahr stellten die beiden amerikanischen Dermatologen Dr. Anderson und Dr. Manstein ein Verfahren vor, welches Fettgewebe gezielt zerstören kann, ohne dass das benachbarte Gewebe beeinträchtigt wird. Sie nutzen in diesem Verfahren die sogenannten Peltier-Elemente zur kontrollierten Abkühlung an den betroffenen Körperregionen.

Die Peltier-Elemente bestehen aus Metallen, die durch eine geringe Spannung kontrolliert abgekühlt werden. Gleichzeitig führt eine Kühlflüssigkeit ständig Wärme ab. Die Temperatur wird konstant gehalten, wobei das zu behandelnde Gewebe mittels eines Vakuum-Applikators eingesaugt und kontrolliert gekühlt wird. Bei dieser Behandlung sterben Fettzellen gezielt ab. Nach ungefähr drei Monaten werden die abgestorbenen Zellen vom Körper verstoffwechselt. An der behandelten Stelle ist dann das Fettgewebe reduziert.

Die Kryolipolyse als etabliertes Behandlungsverfahren

Mittlerweise hat sich die Kryolipolyse als nicht-invasives Verfahren zur Fettreduzierung neben der Fettabsaugung etabliert. Nicht nur in den USA, sondern auch in Deutschland und anderen Ländern kommt die Kryolipolyse heute in dafür spezialisierten Kliniken zur Anwendung. Besonders viel Erfahrung konnten auch die LANUWA Ästhetik Kliniken in Dresden und Leipzig auf diesem Gebiet sammeln. Hier werden Problemzonen wie Bauch, Hüfte, Oberschenkel, Oberarme, Rücken oder Po, welche selbst durch Sport unverändert bleiben, mittels der Methode von Dr. Manstein und Dr. Anderson ästhetischer gestaltet.

Nach der unkomplizierten Behandlung baut sich an den Problemzonen innerhalb von drei Monaten bis zu 30 Prozent Fettgewebe ab. Dabei strafft sich auch die Haut wieder. Die Behandlung ist sehr unkompliziert. Schmerzen, Narbenbildung und Nebenwirkungen kommen kaum vor. Leichte Schwellungen und Rötungen können durch kräftige Massagen verhindert werden. Selbstverständlich kann die Behandlung nach ca. drei Monaten an den gleichen Körperstellen wiederholt werden, wenn das zu behandelnde Fettgewebe dort sehr dick und hartnäckig ist.