Das Thema „Haarausfall“ ist eng mit dem Lebenszyklus der Haare verbunden. Tagtäglich verlieren wir Haare – tagtäglich werden neue Haare gebildet. Ein Kreislauf, der wie es scheint für die Ewigkeit ist. Jedoch wachsen nicht alle Haare mit derselben Geschwindigkeit; es gibt auch kein kontinuierliches Haarwachstum. Der Haarzyklus hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. So können hormonelle Veränderungen, Erbanlagen, ethnische Herkunft, Stress, Geschlecht, die Jahreszeiten und auch die Ernährung den Lebenszyklus unserer Haare beeinflussen.

Die drei Phasen

Die Anagenphase – die Wachstumsphase

Die erste Phase, die zwei bis sieben Jahre dauert, nennt sich Anagenphase. Hier sprießt aus einem gesunden Follikel ein Haar – die Haarwurzel füllt den Follikel zur Gänze aus. In weiterer Folge kommt es zu einer schnellen Zellteilung. Während der Wachstumsphase, in welcher sich rund 90 Prozent aller Haare befinden, wird auch entschieden, wie lang jedes einzelne Haar wird. Pro Monat wächst das Haar um rund einen Zentimeter.

Die Katagenphase – die Übergangsphase

Das Wachstum des Haares ist abgeschlossen. In den nächsten Wochen kommt es zur Katagenphase. Es erfolgt ein Volumenverlust der Wurzel. Während dieser Zeit wird das Haar mit keinen Nährstoffen versorgt. Es kommt zu einer Einstellung der Zellteilung. Das Haar fällt aus.

Die Telogenphase – die Ruhephase

Nun folgt die Ruhephase – der Follikel regeneriert sich. Diese Phase dauert rund drei Monate. Ist die Telogenphase vorüber, beginnt der Haarzyklus von vorne.

Die Haarlänge und Haarfülle

Die Haarfülle und Haarlänge sind genetisch bedingt. Während die Haarlänge von der Länge der Anagenphase abhängt, wird die Dicke eines Haares von der Papillengröße bestimmt. Die Rechnung ist einfach – wächst das Jahr im Jahr um rund 12 Zentimeter, wobei die Wachstumsperiode rund sechs Jahre beträgt, kann das Haar eine maximale Länge von 72 cm erreichen (6 x 12 cm). Es gibt zwar genetische Ausnahmen, jedoch sind Rapunzel-Zopflängen unrealistisch.

Der gefürchtete Haarausfall

Verliert der Mensch am Tag mehr als 100 Haare, kann dies eine genetische Ursache haben. Aber auch Krankheiten und Stress können zu einem verstärkten Haarausfall führen. Die Ursache? – Die sogenannten Matrixzellen sind nicht so teilungsaktiv, weshalb es zu einer kürzeren Wachstumsphase kommt. Je kürzer die Wachstumsphase am Ende ist, desto mehr Haare befinden sich in der sogenannten Ruhephase.

Bei leichtem Haarausfall können manchmal schön eine gesunde Ernährung, die dazu führt, dass genügend Nährstoffe (Proteine, Mineralien, Vitamine) aufgenommen werden, und mehr Ruhe und Entspannung, dafür sorgen, dass ein gesünderes, stärkeres Haar wächst. Bei erblich bedingtem Haarausfall hilft das allerdings nicht. Hier ist eine Haartransplantation als letzter Schritt empfehlenswert, gerade dann, wenn der Verlust der Haare auch zu psychischen Problemen führt. Die Lanuwa Kliniken (Dresden und Leipzig) bieten hierfür eine Haarsprechstunde an. Unser Haarspezialist und Haarchirurg Dr. Andreas M. Finner berät Sie gerne, damit Sie am Ende wieder ein volles Haar haben.