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Ein gesundes und sportliches Aussehen ist das angestrebte Ziel der Patienten, die eine Fettabsaugung wünschen.

Damit hat sich die Fettabsaugung (Liposuktion) von der einfachen Reduktion von Volumenüberschüssen zur Modellierung des Körpers weiterentwickelt. Die Südamerikaner und Asiaten machen es uns vor: Ziel der Fettabsaugung ist es nunmehr, Muskeln zu definieren und hervorzuheben. Zusammengefasst wird dieses unter dem Begriff Bodysculpturing.

Dabei weitet sich die Therapie der Fettabsaugung von der herkömmlichen Absaugung überschüssiger Fettdepots zum Beispiel an den Oberschenkeln, der Gesäßunterfalte, den Knien und am Bauch aus, hin zu Konturierungsabsaugungen mit dem Ziel, Muskeln hervorzuheben und zu akzentuieren um dem Bild einer athletischen Figur näher zu kommen.

Durch das gezielte Absaugen an den Konturen der Muskeln können so zum Beispiel die Bauchmuskeln akzentuiert werden und auch zum Teil nicht so ausgeprägte Muskeln durch gezieltes Absaugen im Sinne eines Waschbrettbauches nachgeahmt werden. Auch im Bereich der Oberarme kann sowohl bei der Frau als auch beim Mann ein athletischeres Äußeres erreicht werden, sodass nach wenigen Stunden mühelos eine schlanke und sportliche Figur entstehen kann. Durch die Absaugungen kommt es zudem in einem geringen Ausmaß zu einer narbigen Umwandlung in der Haut (Fibrosierung), sodass ein hautstraffender Effekt auftritt und schlaffe Haut etwas verjüngt werden kann.

Worin unterscheiden sich die Techniken der volumenreduzierenden Liposuktion im Vergleich zur definierenden Liposuktion?

Beide Techniken beginnen mit der Infiltration des abzusaugenden Gewebes mit einer Lösung (Tumeszenz) zur Mobilisation der Fettzellen, zur Schmerzlinderung und zur Reduktion von Blutungen. Diese Infiltrationen erfolgen über kleine Hauteinstiche, die ca. 0,5 cm groß sind und über die im weiteren Verlauf ebenfalls die Fettabsaugung vorgenommen wird. Nach dem Abwarten einer Einwirkzeit von bis zu einer halben Stunde wird das Fettgewebe durch Absaugkanülen, welche fächerförmig durch Vorwärts- und Rückwärtsbewegungen und unter Sog geführt werden, abgesaugt. Stellt sich eine Patientin bereits mit einer normalgewichtigen Figur vor, kann ein Bodysculpturing mit Kanülen kleineren Durchmessers vorgenommen werden, wobei nur geringen Mengen an Fettgewebe reseziert werden und die Eindringtiefe der Kanüle etwas oberflächlicher unter der Haut liegt, um gezielt, eine Einziehung der Haut zu erreichen. Bei etwas kräftigeren Patienten bevorzugt man die herkömmliche Liposuktion mit Kanülen größeren Durchmessers, um eine bessere Fettgewebsminderung zu erreichen. Dabei führt man die Kanülen in einer tieferen Fettgewebsschicht, um das Auftreten sichtbarer Dellen zu vermeiden.

Die Dauer einer solchen Operation ergibt sich aus dem Ausmaß der abzusaugenden Gewebemassen: liegt ein größerer Volumenüberschuss vor, kann eine solche Operation bis zu drei Stunden dauern. Eine Konturierung gezielter Körperstellen kann in einer Stunde erreicht werden.

Die Risiken, die mit einer Fettabsaugung einhergehen, sind häufig die Ausbildung von blauen Flecken, welche nach wenigen Tagen abklingen. Durch die Einstichstellen kann es in Einzelfällen zu einer örtlichen Infektion kommen, welche in Ausnahmefällen durch eine Antibiotikagabe behandelt werden muss. In einigen sehr seltenen Fällen ist es weltweit zu einem Eintritt von Fettgewebe bzw. von Ölzysten in die Blutbahn gekommen, sodass eine Gefäßverstopfung (Embolie) aufgetreten ist. Durch eine achtsame Behandlung durch den Anästhesisten sowie durch die Verwendung stumpfer Absaugkanülen im Fettgewebe ist die Gefahr eine Fettembolie äußerst gering.

Im Nachgang nach einer Fettabsaugung wird eine gewebestraffende Kompressionsbehandlung durch das Tragen von Kompressionswäsche durchgeführt. Diese dauert bis zu 6 Wochen an, unterstützt die Straffung der abgesaugten Haut und beugt der Bildung blauer Flecken nach der Operation vor. Da sich unmittelbar nach der Operation über die Einstichstellen noch etwas Infiltrationslösung entleeren kann, empfehlen die behandelnden Ärzte die Wahl fleckenresistenter schwarzer Kompressionswäsche.

In der Regel können die Patienten am Tag der Operation oder am Folgetag wieder nach Hause entlassen werden. Eine körperliche Schonung mit dem Verzicht auf starke sportliche Betätigung wird für 14 Tage angeraten.

Zusammenfassend ist diese Form der Liposuktion, das Bodysculpturing eine der am häufigsten durchgeführten ästhetischen Eingriffe, da sie eine sehr sichere Möglichkeit zur Formverschönerung des Körpers darstellt und gezielt die schwerzugänglichen Problemstellen der Frauen und Männer erreichen kann.

Mit wenig Aufwand können so die Patientinnen und Patienten innerhalb weniger Stunden ihrer Wunschfigur nähergebracht werden.